Sie sind hier: Archiv / Campendonk / 
Kleine Pferde, Öl auf Leinwand, um 1912, Privatbesitz
Sitzender weiblicher Akt, Öl auf Pappe, 1919

Heinrich Campendonk

Biographie:

 

Heinrich Campendonk stammte aus dem Rheinland (Krefeld), kam aber 1911 auf Einladung von Franz Marc, August Macke und Wassily Kandinsky nach Oberbayern. Er nahm als jüngstes Mitglied an der Ausstellung „Der Blaue Reiter“ teil. 1912 trat er mit furiosen, sehr eigenständigen Tuschpinselzeichnungen hervor. Herwarth Walden vertrat ihn in der Berliner Galerie DER STURM.

 

In der Zeit nach dem 1. Weltkrieg malte Campendonk mehrfach Motive, die er in seiner Nachbarschaft, der Bergwerksstadt Penzberg, fand. Campendonk entwickelte einen surrealistische zu nennenden Stil. Seine gesteigerte Farbwahrnehmung, ein oftmals exstatischer Schaffensprozeß führte zu Bildern mit einer subtilen und dennoch hochexpressiven Farbgebung. Zugleich ist er um formale Reduktion bemüht, die Bilder werden zu magischen Augenblicken.

 

1923 führte ihn Lebensweg zurück nach Krefeld, wo er sich der Wandmalerei und Glasfensterentwürfen zuwandte. Nachdem er 1933 wie Paul Klee von der Düsseldorfer Akademie entlassen wurde ging er ins Exil.1935 erhielt er eine Professur in Amsterdam. 1937 Bei der Weltausstellung 1937 in Paris stellte er für die Niederlande ein Fenster vor, das den Grand Prix

gewann. Zur gleichen Zeit wurden in München Werke von ihm in der Ausstellung „Entartete Kunst“ gezeigt. – Zweiter Ausstellungsort in Penzberg ist die Kirche, wo dieses Fenster eingebaut ist und weitere Fenster und Entwürfe gezeigt werden.

1957 starb Heinrich Campendonk in Amsterdam.

CAMPENDONK AUSSTELLUNGEN IN PENZBERG

 

 

 

2011

Heinrich Campendonk

Die Penzberger Sammlung

April - Juni 2011

Werke aus dem Nachlaßkonvolut

 

 

LICHT. FARBE. EINSAMKEIT

Heinrich Campendonk

Ein blaues Leben

 

2.7. - 23.10.2011

 

Werke aus dem Nachlaßkonvolut und aus internationalen Museen und proivatsammlungen. Zweiter Ausstellungsort Stadtpfarrkirche für die Fenster Campendonks.

2007: Rausch und Reduktion

Landschaft mit weiblichem Akt und Kuh, Aquarell 1920, von der Heydt-Museum, Wuppertal

Heinrich Campendonk 1889-1957

 

Aus Anlaß des 50. Todestages des expressionistischen Malers Heinrich Campendonk zeigt das Stadtmuseum Penzberg einen Überblick über das gesamte Schaffen. Ölbilder, Zeichnungen, Aquarelle, Holzschnitte und Glasfenster aus allen Schaffensepochen stellen Entwicklungen, Brüche und Kontinuitäten in seinem Œuvre dar.

 

Die Ausstellung zeigt neben der eigenen Sammlung zahlreiche Leihgaben aus dem In- und Ausland, die teils noch nicht in Deutschland zu sehen waren.

 

 

Katalog zur Ausstellung im Wienand Verlag.

 

 

 

 

 

Tanzender Bauer, Holzschnitt 1912

2008: Gesetze der Linie und Form

Heinrich Campendonk als Graphiker

 

Nach dem Erfolg der umfassenden Campendonk Retrospektive im vergangenen Sommer aus Anlaß des 50. Todestages des Künstlers zeigt das Penzberger Museum in diesem Jahr eine bisher weniger bekannte Facette seines Schaffens: den Graphiker Heinrich Campendonk. Ausgestellt werden das gesamte druckgraphische Werk (Holzschnitte) sowie viele originale Zeichnungen, Skizzen und besonders auch seine Tuschpinselzeichnungen, die einen frühen Höhepunkt seines Werkes darstellen.

Gaukler, um 1912, Aquarell und Tuschpinselzeichnung

 

 

Bei Arbeiten dieses Künstlers denkt man spontan an die magisch aufleuchtenden Farbräume seiner Ölbilder. Doch war es die Strenge der graphischen Formen, die ihm immer wieder neue Ausdrucksformen eröffnete. Weiterentwicklungen künden sich in Zeichnung und Druckgraphik an, hier ist sein Experimentierfeld: Linie steht gegen Fläche, Schraffur bringt Dynamik, die entleerte Kontur hebt sich zart vom schwarzen Grund.

 

Gezeigt wird das nahezu komplette druckgraphische Werk sowie originale Zeichnungen aus allen Schaffensperioden. - Besonders die frühen Tuschpinselzeichnungen , Skizzen, Fensterentwürfe, aber auch die späten Aquarelle, Campendonks Fenster und Hinterglasbilder zeigen starke graphische Qualitäten und sind deshalb in die Ausstellung einbezogen.

 

Katalog zur Ausstellung im Museumsshop.

 

Den Flyer zur Ausstellung finden Sie hier zum Download:

 

 

 

 

 

 

 

2002: Oberbayern - Station Penzberg

Barbarazeche, 1919, Aquarell
Barbarazeche, 1919, Aquarell

"Oberbayern - Station Penzberg" , so lautete die Anschrift des jungen Malers Heinrich Campendonk als er 1911 zu Franz Marc nach Sindelsdorf zog. Penzberg war die Bahn- und Poststation, Penzberg wurde für ihn aber auch zu einer Lebensstation. Während der Zeit der Bayerischen Revolution nach dem Ende des Ersten Weltkriegs wurde die Bergarbeiterstadt für ihn mehrfach zum künstlerischen Thema. Hier entstanden Werke wie "Die Armen" (1918, in Krefeld), der "Penzberger Reiter" (1919, in Mönchengladbach) oder die "Barbarazeche" (1919, Privatsammlung).

 

Katalog zur Ausstellung im Museumsshop.

News Überschrift

Kombi Ticket

"MuSeenkarte Expressionismus" heißt die gemeinsame Eintrittskarte für die vier Museen der...