
25. November - 18. Januar 2012
Max Kruse ist mit Ellis Kaut, James Krüss und vor allem Otfried Preußler und Michael Ende einer der großen Kinderbuchautoren der alten Bundesrepublik. Sie alle haben literarische Figuren geschaffen, die inzwischen als klassisch gelten dürfen und die den heutigen Eltern so nahe sind wie auch ihren Kindern.
Zu seinem 90. Geburtstag gratulieren wir dem in Penzberg lebenden Max Kruse mit einer Ausstellung, die ihm und den liebenswerten und unvergesslichen Figuren gewidmet ist, die er in seinen Kinderbüchern geschaffen hat:
dem Urmel, Wutz, Ping-Pinguin ... dem Löwen und dem Kakadu ... Lord Schmetterhemd und natürlich dem Kerlchen.
Ausgestellt werden Illustrationen zu den Büchern und Gedichten von Max Kruse. Die Insel Titiwu steht plötzlich im Museum und kann bespielt werden. Dazu gibt es Marionetten sowie ein Begleit- sowie ein Vorleseprogramm mit der Stadbücherei. Und natürlich sind auch einige alte Käte Kruse Puppen zu bewundern und in der ausführlichen Biographie werden Fotos der Familie gezeigt.
Begleitend zur Ausstellung erscheint eine Broschüre.


26. Februar bis 27. März
Eine Veranstaltung der KUNSTZECHE Penzberg e.V.
Die figürliche Malerei ist wieder da. Zeitgenössische Maler erzählen wieder Geschichten: Mal als Inszenierung mit Theaterdonner wie bei Neo Rauch, mal nahe der neuen Sachlichkeit wie bei Bodo Rott.
Fantastische Bildräume heben in seinen Arbeiten den klassischen Illusionsraum der Malerei auf. Die Personen wirken wie Statisten, anwesend statt präsent. Die Wirklichkeit ist ein Grenzbereich; das ist es, was die Bilder ganz konkret erzählen. Unheimliche Idyllen sind es, von der Malweise als lückenhaft und abgenutzt gezeigt. Graphische Elemente wirken wie aus einer Nachbarwelt hereingebrochen, gestaltlose Farbe macht Auflösung darstellbar.
Bei all dem sind die starken Farben natürlich ein wesentliches Ausdruckselement. Die Gliederung des Bildraumes durch Farbflächen, die leuchtende und fröhlich bis giftige Farbigkeit, das Vergnügen an der Materialität der verwendeten Farben zeigen Bodo Rott als begeisterten, geradezu alchemistischen Maler.
Bodo Rott wurde 1971 in Ingolstadt geboren. Er studierte ab 1992 an der Akademie in Nürnberg in den Klassen von Prof. Colditz und Prof. Grütkze, ab 1996 in der Klasse von Prof. Fußmann an der Hochschule der Künste in Berlin. Dort wurde er 1999 Meisterschüler. Auch heute lebt und arbeitet Rott in Berlin.

Den Titel Jungfrauenmilch hab ich gewählt, weil er so gut die beiden Elemente fasst, die meinen Bildern die Dynamik liefern. Einerseits das Ensemble der Nichtkinderkinder (Figuren am Rande der Geschlechtlichkeit) und andererseits das Formlose und Ungetaufte des Materials Farbe (der leuchtende Schlamm). Es ist ein Wort aus der Alchemie, die ich mag, an die ich allerdings nicht glaube, die aber einen Höhepunkt erreicht hat, als die Malerei, die ich mag ( und, wenn sie so wollen, glaube), eine erste Blütezeit erlebte und etwa zur gleichen Zeit unterging als diese Malerei ihre Gravitationskraft verlor. Der leuchtende Schlamm ist sozusagen meine Prima Materia. Außerdem gefällt mir der Titel, weil er in heutigen Ohren ein wenig unanständig klingt. Bodo Rott 3.9.2010

5. bis 20. Februar 2011
1911 erhielt die Bergarbeitersiedlung den Namen Penzberg. Die Stadt feiert in diesem Jahr also ihren hundersten Namenstag. Hierzu haben die Kulturgemeinschaft und der Bergknappenverein ein großes Modell der Stadt und der Bergwerksanlagen von 1911 bauen lassen.
Das Modell ist ab März 2011 in der Rathauspassage ausgestellt.
Der Graphiker Egbert Greven, dessen Freude an Karikatur und satirischer Zeichnung von vielen in Penzberg geteilt wird, hat diesen historischen Anlaß genutzt, der Stadt eine Reihe von Zeichnungen zu widmen. Aktuelle Bezüge sind bei diesem Blick in den historischen Spiegel nicht ausgeschlossen.
Egbert Greven (geboren 1941 in Schlesien) ist freiberuflicher Grafiker. Er studierte an der Werkkunstschule Dortmund Gebrauchsgrafik und erhielt für seine Zeichnungen und kritischen Illustrationen wiederholt Preise und Anerkennungen, darunter das Bundesverdienstkreuz. Bekannt ist Greven in der Region für zwei Initiativen, mit denen er das oberbayerische Iffeldorf über seine Grenzen hinaus bekannt machte: Mit den „Iffeldorfer Meisterkonzerten“ brachte er eine renommierte Konzertreihe und mit der Galerie „schön und bissig“ regelmäßige Ausstellungen mit Karikaturen und satirischer Grafik in die Osterseegemeinde. Die Konzertreihe wird Greven nicht weiterführen und neue Projekte in Angriff nehmen.

5.Dezember 2010 bis 16. Januar 2011
Unter www.kunstzeche.de können Sie eine erste Überraschung miterleben.
Wenn uns etwas gefällt, etwas erstaunt oder auch missfällt, sagen wir manchmal "Menschenskinder"! Dieser Ausruf kann die Verblüffung über Besonderheiten, Kuriositäten und Fehlbarkeiten eines Menschen ausdrücken, die innere Bewegtheit der Überraschung darstellen. Die freudige Überraschung mit einem besonderen Weihnachtsgeschenk ist ebenso angesprochen wie das mulmige Gefühl, wenn der Boden entschwindet.
Kunst spricht unsere Wahrnehmung an und zeigt Experimente mit der Wahrnehmungsfähigkeit. Hier geht es um das Staunen, daß sich etwas anders verhält als gemeint: eine Irritation in der Wahrnehmung.
Die gezeigten Arbeiten kommen von Mitgliedern der Kunstzeche sowie Penzberger Kindergärten und Schulen.

Zum 100. Geburtstag von Gerhard Fietz
16. September – 28. November
Gerhard Fietz und die Mitglieder der Gruppe ZEN 49 zählen zu den wichtigsten deutschen Künstlern der abstrakten Malerei nach 1945.
Nach dem 2. Weltkrieg, an dem er als Soldat in Russland teilnehmen musste, lebte Gerhard Fietz in Schlederloh (im Isartal bei Icking). Künstlerisch war dies der entscheidende Durchbruch zur Abstraktion. 1949 gründete er mit u.a. Fritz Winter, Rupprecht Geiger und Willi Baumeister in der Münchner Galerie Stangl die Gruppe der Gegenstandslosen, die sich später den Namen ZEN 49 gab.
Gerhard Fietz schrieb, der Name ZEN 49 dokumentiere die geistige Gemeinschaft der Teilnehmer im Bemühen um eine neue Kunst im Nachkriegsdeutschland. Es handelte sich aber nicht nur um einen künstlerischen, sondern auch einen moralischen Neuanfang, zu dem sich die Mitglieder der Gruppe aufgerufen fühlten.
Diese Gruppe berief sich ausdrücklich auf die Blauen Reiter, an die anzuknüpfen Programm war. Die Gruppe ZEN 49 steht für einen bedeutenden Aufbruch der modernen, abstrakten Kunst in Deutschland und versuchte eine Antwort auf die Frage nach den Möglichkeiten von Kunst nach der Diffamierung und Korrumpierung unter den Nationalsozialisten.
Das Werk von Gerhard Fietz ist in seinem späteren Wohnhaus in Göddingen (bei Lüneburg) versammelt. Dorther stammen die in Penzberg gezeigten Arbeiten. www.fietz-haus.de

26. Juni – 29. August 2010
Hugo Troendle war Professor für Malerei in München.
Sein Ausbildungsweg führte ihn von der Karlsruher Kunstgewerbeschule und Akademie mit dem Lehrer Ludwig Schmitt-Reutte und Hans Thoma als Vorbild über Jahre in Paris mit den Einflüssen der neuesten avantgardistischen Strömungen in die Kunststadt München.
Die parallele Entwicklung mit den Künstlern der Gruppierung Der Blaue Reiter führte bei Tröndle zu ganz anderen Ergebnissen. Es blieb trotz der lebhaften Auseinandersetzung mit den neuen künstlerischen Mitteln bei einer Begegnung mit der Avantgarde „nur vom Nebentisch aus“, wie er in einem Brief formuliert. Dennoch war er in seiner Pariser Zeit ein wichtiges Mitglied der Künstlergemeinschaft im Café du Dome.
Da das Stadtmuseum, wie auch die anderen Museum der Umgebung, sich dem Werk der Blauen Reiter besonders widmet, ist es ein spannende Verdeutlichung der revolutionären Kraft dieser Expressionisten, das ganz anders, viel konservativer sich entwickelnde Oeuvre Troendles zum Vergleich heranzuziehen. Von den Anfängen an war er ein hoch talentierter und brennend an den Strömungen interessierter künstlerischer Zeitgenosse der Avantgarde. Doch gab es künstlerische und menschliche Entscheidungen, für sich selbst diesen Weg nicht zu verfolgen.

Autorin, Illustratorin, URMEL-Preisträgerin
In dieser Ausstellungsreihe "Kann ich mal das Bild sehen?" stellen wir die Preisträger des Kinder- und Jugendliteraturpreises PENZBERGER URMEL vor. Als zweite Preisträgerin gewählt wurde 2007 Dagmar Geisler für ihr Buch "Wanda und die Mädchenhasserbande", das sie geschrieben und auch illustriert hat. Mehr von ihren Arbeiten bekommt man in dieser Ausstellung zu Gesicht.

Eine Ausstellung des Zeichners
Herbert Nauderer bespielte das Museum, das in Penzberg in einem ehemaligen Wohnhaus der Zeche untergebracht ist, mit Bezug auf diesen speziellen Ort. Der Künstler arbeitet raumbezogen und lässt sich von der eigentümlichen Atmosphäre der privaten Bergarbeiter-Wohnung inspirieren. Mit Hilfe einer immer wiederkehrenden, geheimnisvollen Figur, des Mausmanns, schafft er eine Art fiktiver Biographie voller düsterer Assoziationen und schwarzem Humor. Traumata, Katastrophen, Sehnsüchte - was macht unser Leben aus? Wie ein Bergarbeiter fördert der Künstler Schätze aus einer unbewussten Bildwelt zu Tage.
In unterschiedlichen Medien bezieht er den Betrachter in seine Bildwelt ein: Zeichnung, bearbeitete Fotografie, Video, Zeichentrickfilm und Installation.
Eine Ausstellung der KUNSTZECHE Penzberg e.V.


Dokumente der Bergwerksvergangenheit
Fotografien von Rainer Lampadius
5.12.2009 - 17.1.2010
Rainer Lampadius hat in diesem Sommer im Ruhrgebiet ehemalige Zechenanlagen fotografiert, die heute als Industriedenkmäler zugleich Zeugen der Bergwerksvergangenheit und künstlerische Installationen sind.
Auch Penzberg hat seine Vergangenheit im Bergbau. Daher werden historische Aufnahmen der hiesigen Betriebsanlagen ebenfalls in die Ausstellung einbezogen, teils in einer aktuellen künstlerischen Überarbeitung.
Eine Ausstellung der KUNSTZECHE Penzberg e.V.


Ausstellung im Stadtmuseum Penzberg
vom 17. Mai bis zum 27. Juni
Öffnungszeiten:
Mi.Do.Sa.So 14 - 17 Uhr
+ Do bis 20, So ab 11 Uhr
Der Wessobrunner Architekturpreis 2008 vergeben.
38 Projekte wurden der Schweizer Jury (Daniel Niggli, Patrick Gmür und Pascal Müller) vorgelegt und während mehreren Sichtungsdurchgängen eingehend diskutiert.
15 Arbeiten gelangten in die engere Wahl und wurden über zwei Tage an Ort und Stelle besichtigt. Die Jurymitglieder sind von der hohen Qualität der eingereichten Bauten beeindruckt und vergeben je drei Preise und Anerkennungen.
Die ausgezeichneten Bauten bilden einen wesentlichen Beitrag zur zeitgerechten Oberbayrischen Baukultur. Dabei steht neben dem Gebäude der Bauherr und sein Architekt im Mittelpunkt des Preises. Die Wanderausstellung wird die eingereichten und prämierten Arbeiten mit Bildern, Zeichnungen, Texten und Modellen zeigen.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.
Ausgezeichnet wurden auch zwei Penzberger Projekte:
- das Islamische Zentrum - Architekt: Alen Jasarevic
Bauherr: Islamische Gemeinde Penzberg
- Penzberger Innenstadt, 1. Bauabschnitt (Erwähnung)
Architekt: Thomas Grubert - Bauherr: Stadt Penzberg


In gemeinsamen Projekten kreuzen sich seit langer Zeit die künstlerischen Wege der beiden. Die Auffassung und Umsetzung ihrer Arbeiten weisen dabei immer wieder Parallelen auf. Beide kommen von der Bildhauerei, schaffen also primär Objekte, doch verwenden sie jetzt das Medium Fotografie als materiellen Bestandteil ihrer räumlichen Arbeiten.
Wird bei Edith Toth das fotografische Ausgangsmaterial mit Wachs übermalt und auf Objekte kaschiert, um sich ihren Raum zurück zu erobern, so erhalten bei Andrea Viebach die Fotografien durch Verzerrrung ihre Dreidimensionalität zurück.
14. März bis 1. Mai
Eine Ausstellung der KUNSTZECHE Penzberg e.V.

Papier ist nicht nur das Blatt zum Schreiben oder Zeichnen. Papier ist ein inspirierendes Material für Künstler. Mit vielen bekannten Künstlern wie Dorothea Reese-Heim, Leo Erb, Wolfgang Finck, Anna Hössle und Erhard Hössle, Gertrud Boernieck, Helene und Joachim Tschachner, Gisela Reschke, Andrea Viebach wird eine spannende Themenausstellung präsentiert, welche die verschiedenen Facetten dieses so unterschiedlich erscheinenden Materials zeigt: Papier geschöpft, beschrieben, gerissen, geprägt, geschnitten, bemalt, geknüllt, ausgestanzt, bedruckt, geritzt....
Kooperation der Stadt Penzberg mit dem Kunstverein KUNSTZECHE Penzberg e.V.
12.12.2008 - 8.2.2009






Kein Tag ohne Linie, keine Fläche ohne Farbe.
Seit 20 Jahren arbeitet der Münchner Manfred Mayerle in seinem Atelier in der Jachenau. Das tägliche, kontinuierliche Zeichnen im kleinen Format ist ihm Ausgangspunkt und Grundlage für seine Arbeiten. Seine ursprünglich dem Gegenständlichen verhafteten Zeichnungen haben den Schwerpunkt im Figuralen. Der künstlerische Weg der letzten Jahre war, die Farbe von ihrer Funktion, den Gegenstand zu kolorieren, zu befreien. Die Abstraktion und die aus ihr folgenden Schritte, den Gegenstand zu verbannen, ermöglicht es, die Farbe als Thema zu sehen.
Das Wechselspiel zwischen freier künstlerischer Arbeit und der Interpretation von Raum, also Gestaltung von öffentlichem Raum im durch die Architektur vorgegebenen Rahmen, ist ein weiterer Schwerpunkt seiner Arbeit. Sie hat ihre Basis im Atelier, das sich versteht als Labor zur Untersuchung von Farbe, Oberfläche, Licht, Struktur sowie deren Wirkung und Möglichkeiten. Der Ausstellungsraum ist eine Forsetzung dieser experimentellen Anordnung.
Eröffnung am Freitag 17.10. um 19 Uhr
18.10.2008 - 30.11.2008
MI, DO, SA, SO 14-17 Uhr, SO ab 11 Uhr

Worauf freuen wir uns alle zu Weihnachten? Kunstschnee, elektrische Glühbirnen, Lieder von der CD? Authentisch geblieben sind die Weihnachtsgeschenke, womit man sich wirklich ins Zeug legen kann ist die Verpackung. "Alles Lebendige braucht eine Hülle" wußte Goethe und Christo verpackte sogar den Reichstag. Suchen Sie in diesem Jahr nicht nach dem passnden Geschenk, sondern nach der richtigen Verpackung!
Eine Veranstaltung der KUNSTZECHE Penzberg e.V.
Eröffnung am Freitag, dem 7.12.2007 um 19 Uhr