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Ausstellungen der Reihe "Fremde Heimat Penzberg"

Penzberg: Eine Stadt - 74 Nationen

Idee und Fotos Ralf Gerard

 

Interviews Katrin Fügener, Jiri Ort, Gisela Geiger

 

 

14. Juni – 12. August 2007

Familie Trinta aus Mosambik

74 verschiedene Nationen leben in Penzberg, Menschen aus allen Teilen der Welt. Auf der Suche nach neuen Lebensperspektiven mussten oder wollten sie aus den unterschiedlichsten Gründen ihre Heimat verlassen. Mit dem Angebot einer neuen Arbeitsstelle, auf der Flucht vor Krieg und Armut, in der Hoffnung auf Toleranz und Sicherheit kamen sie nach Penzberg. Manchmal war es auch die große Liebe, die zum ganz persönlichen Antrieb wurde, in die Fremde zu ziehen.

 

Es ist immer ein Wagnis, sich auf eine zweite Heimat einzulassen.

 

Wer neu dazukommt, der verändert damit auch die Gesellschaft. Er bringt Neues mit und bereichert das Spektrum. So wie er sich in Bestehendes hineinfinden muss, so fordert er auch dazu auf, sich Neuem zu öffnen.

Seit Schließung des Bergwerks in Penzberg vor 40 Jahren hat die Stadt sich zu einem modernen Industrie- und Dienstleistungsstandort entwickelt. Die traditionelle Fähigkeit zur Integration von Zuwanderern steht vor einer aktuellen Herausforderung. Beinahe 17.000 Einwohner beherbergt die Kleinstadt, 74 verschiedene Nationalitäten wohnen beieinander. Sehr unterschiedliche kulturelle, nationale, ethnische und religiöse Wurzeln müssen hier miteinander verflochten werden. Das ist Integration.

 

Im sozialen und kulturellen Bild der Stadt sind daher bereits heute vielfältige Züge erkennbar, denen wir uns zuwenden sollten. Gerade diese Vielfalt bildet das enorme Potential aus dem sich unsere Zukunft gestaltet. - Und immer trägt sie individuelle Züge.

 

Lernen wir unsere  „fremden“ Nachbarn kennen!

 

 

Typisch für eine Kleinstadt ist, dass man einander kennt, dass man übereinander Bescheid weiß. Doch sprengt die Vielfalt der hier versammelten Nationalitäten den normalen kleinstädtischen Rahmen. Daher schafft diese Ausstellung ein Forum der Begegnung: Sie regt an und bietet Gelegenheit, miteinander in Kontakt zu treten.

 

Der Fotograf Ralf Gerard hat Menschen aus vielen verschiedenen Nationen in ihren Wohnzimmern portraitiert und gewährt damit private Einblicke in das Familienleben und die heimatlichen Rückzugsräume. Die Autoren Katrin Fügener und Jiri Ort führten Interviews, in denen die Portraitierten über ihr Herkunftsland berichten sowie über ihre Beweggründe, dieses zu verlassen; über ihr Leben in Penzberg und den Weg hierher.

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